Babyschlaf: Die Irrtümer und ihre Folgen

Final_Miniatur_300dpiAylin Lenbet:
“Babyschlaf: Die Irrtümer und ihre Folgen. Wie Sie Ihren persönlichen Weg zu entspannten Nächten finden”

Arendt Verlag 2011, 2. Auflage (1. Auflage 2009)
128 Seiten, eBook (pdf),
(ePub in Vorbereitung)

Leseprobe:

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Räumen Sie auf mit den lästigen Schlafmythen – Irrtümer zum Babyschlaf (Nr.2)

Auszug aus dem eBook “Babyschlaf – Die Irrtümer und ihre Folgen – Wie Sie Ihren persönlichen Weg zu entspannten Nächten finden”.

Irrtum Nr. 2: Kinder gehören immer zur gleichen Zeit ins Bett, sonst kommen sie durcheinander und schlafen schlecht.

Es stimmt, dass viele Kinder gewisse Regelmäßigkeiten und Rituale lieben. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren und bei der geringsten Regelabweichung völlig außer Rand und Band geraten.

Wie verhält es sich bei Ihrem Kind? Fordert es hundertprozentige Regelmäßigkeit oder ist es ihm eher egal und andere Dinge sind für sein Wohlbefinden wichtiger?

Liebt es feste Bettgehzeiten und sonstige Regelmäßigkeiten, dann richten Sie es soweit möglich auch so ein. Ist Ihr Kind aber mal früher, mal später müde, dann machen Sie sich keinen Kopf und bringen Sie es dann ins Bett, wenn es müde ist. Vielleicht hat es ja heute am späten Nachmittag noch ein Schläfchen gehalten und ist um 20 Uhr noch topfit und erst um 22 Uhr reif fürs Bett. Oder es hat einen eher ruhigen Tag verbracht, wird daher erst später müde und braucht in dieser Nacht insgesamt weniger Schlaf.

Auch regelmäßig späte Bettgehzeiten sind nicht generell bedenklich. Einige Fachleute warnen gerne vor dem späten Zubettgehen und verweisen auf vermeintlich negative Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung der Kinder.

Keine Sorge – Kinder die gegen 22 Uhr ins Bett gehen, entwickeln sich in keiner Weise schlechter als die anderen! Sie schlafen meist länger und wenn nicht, dann holen sie sich ihren Schlaf am Nachmittag. Viele Kinder in anderen Kulturkreisen gehen spät zu Bett und halten dafür einen ausgiebigen Mittagsschlaf. Mir ist keine anerkannte Studie bekannt, die besagt, dass Kinder anderer Kulturen weniger intelligent sind als unsere Kinder.

Was natürlich außer Frage steht, ist dass Kinder, die morgens früh raus müssen, um die Schule, den Kindergarten oder sonst eine Form der Betreuung zu besuchen, ausreichend Schlaf benötigen. Für diese Kinder ist es meist nicht möglich, sich nachmittags, wenn sie müde sind, zwei bis drei Stunden hinzulegen.

Hier sind es dann die Lebensumstände, die regelmäßig frühe Bettgehzeiten fordern. Wie Sie die Schlafenszeiten Ihres Kindes in einem vertretbaren Rahmen beeinflussen können, erfahren Sie im dritten Teil des Buches.

http://babyschlaf.info

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Räumen Sie auf mit den lästigen Schlafmythen – Irrtümer zum Babyschlaf

Auszug aus dem eBook-Ratgeber “Babyschlaf: Die Irrtümer und ihre Folgen – Wie Sie Ihren persönlichen Weg zu entspannten Nächten finden”.

Irrtum Nr. 1: Ein Bab© Vivid Pixels - Fotolia.comy muss so früh wie möglich durch­schlafen. Wenn es das nicht tut, hat es eine Schlafstörung.

Schläft Euer Baby denn schon durch? Sie kennen diese Frage bestimmt. Es scheint das größte Ziel der Elternschaft zu sein – ein durchschlafendes Baby! Natürlich ist es toll, wenn das eigene Kind durchschläft – aber in erster Linie ist es toll für die Eltern. Einem Baby macht es nichts aus, nachts aufzuwachen. Es ist sogar sehr sinnvoll, dass ein Baby einen eher oberflächlichen und nicht so stabilen Schlaf wie ein Erwachsener hat. Die Natur hat das so angelegt. Der kleine Säugling ist vollkommen auf seine Eltern angewiesen und kann sich nicht selbst helfen. Indem er nachts häufiger aufwacht und die Aufmerksamkeit seiner Eltern auf sich zieht, können diese auf seine Bedürfnisse eingehen, sei es seinen Hunger stillen, die verstopfte Nase befreien, ihn vor Kälte schützen usw. Der kindliche Schlaf muss „unreif“ sein, damit das Kind das von seinen Eltern bekommt, was es dringend braucht.

Interessant ist auch, dass Schlafwissenschaftler das Durchschlafen von Säuglingen als Schlaf in der Zeitspanne von etwa Mitternacht bis fünf Uhr morgens definieren. Zu erwarten, dass ein Säugling von 8 Uhr abends bis 8 Uhr morgens durchschläft, ist so gesehen sowieso völlig unrealistisch. Sie können sich also glücklich schätzen, wenn Ihr Kind vier bis fünf Stunden am Stück schläft. Dann gehören Sie zu den wenigen Eltern, deren Baby nachts durchschläft!

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Schlauere Kinder durch geregelte Schlafzeiten?

boy sleepvon Aylin Lenbet

Schlauere Kinder durch geregelte Schlafenszeiten – so lautete die Überschrift eines knappen Berichts über eine amerikanische Studie im Spiegel der Anfang Juni 2010 erschien. Die Nachricht von der Studie verbreitete sich schnell in den Medien. Eltern sind ja dankbare Abnehmer für wissenschaftlich begründete Hinweise zur Erziehung.

In einer nationalen Langzeitstudie des Instituts SRI International untersuchte die Wissenschaftlerin Erika Gaylor von der Amerikanischen Akademie für Schlafforschung mit ihrem Team die Schlafgewohnheiten von 8000 Kindern, jeweils im neunten Lebensmonat sowie im Alter von vier Jahren. Das Ergebnis lautet zusammengefasst: Kinder, die immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und dies am besten noch vor 21 Uhr, und nachts mindestens 11 Stunden schlafen, sind Kindern mit unregelmäßigen Zubettgehzeiten in ihrer kognitiven Entwicklung überlegen. Sie verfügen über ein besseres sprachliches Vermögen, eine ausgeprägte Lesefähigkeit und eine höhere mathematische Auffassungsgabe.

Die Empfehlung der Autoren lautet daher auch ganz klar, dass man Eltern dazu bringen muss, ihren Kindern so früh wie möglich feste Einschlafzeiten zu verordnen.

Ich habe versucht etwas mehr über die Studie in Erfahrung zu bringen. Viel ist bisher nicht veröffentlicht. Das Abstract unter www.journalsleep.org enthält nur die gewohnt knappen Informationen, so dass eine Bewertung der Versuchsanordnung und -durchführung sowie der statistischen Auswertung nicht möglich ist.

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Kann ich mein Kind verwöhnen, wenn ich zu sehr darauf eingehe?

Haben Sie keine Angst vor dem Verwöhnen! Man kann ein Kind nicht verwöhnen, indem man seine Bedürfnisse entwicklungs­gerecht erfüllt. Wenn Sie Ihr Baby trösten, weil es weint oder wenn Sie ihm irgendeine Form von Zuwendung geben, wird Ihr Kind dadurch nicht verwöhnt.

Erfüllte Bedürfnisse führen nicht zu einem verzogenen Kind, sondern sie machen zufrieden, stark und selbstständig. Gerade Säuglinge und Kleinkinder brauchen die unmittelbare Nähe und intensive Fürsorge ihrer Eltern – auch nachts. Diese Grundbedürfnisse müssen erfüllt werden, damit unsere Kinder sich sicher fühlen und sich auf diese Weise ohne den negativen Einfluss von Stress und Angst entwickeln können.

Verwöhnen bedeutet dagegen, die Bedürfnisse des Kindes zu missachten und die eigenen Bedürfnisse an dem Kind zu befriedigen. Indem man zum Beispiel das Kind mit Spielsachen überhäuft, anstatt sein Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit ausreichend zu erfüllen. Vielleicht, um das eigene Gewissen zu beruhigen, weil man den ganzen Tag arbeiten muss und nicht für sein Kind da sein kann. Oder indem man seinem dreijährigen Kind jeden spontanen Wunsch erfüllt, weil man die Auseinandersetzung vermeiden möchte und Ruhe will. Das echte Bedürfnis des Kindes ist dagegen wahrscheinlich einfach ein Stück echte Aufmerksamkeit der Eltern.

Die Angst vor dem Verwöhnen geht auch meistens einher mit der Angst vor Gewohnheiten, die ein Kind nie wieder los wird. Auch diese Angst ist unbegründet und Sie sollte Sie nicht zu „Erziehungsmaßnahmen“ verleiten, die in der Regel nicht altersgerecht sind und Ihnen und Ihrem Kind das Leben schwer machen. Zum Beispiel sollten Sie sich keine Sorgen machen, dass Ihr Kind sein Leben lang nur an Ihrer Brust einschlafen kann, wenn Sie Ihr Baby an Ihrer Brust einschlafen lassen. Auch wenn das Einschlafen an der Brust zu einer Gewohnheit geworden ist, kann ich Ihnen versichern, dass Ihr Kind diese Gewohnheit bei Zeiten auch wieder ablegen wird.

Bei kleinen Kindern ist es zudem schwierig und im Grunde auch unsinnig, zwischen Bedürfnissen und Gewohnheiten zu unterscheiden. Wenn Sie die Bedürfnisse Ihres Babys befriedigen, wird es sich in der Regel daran gewöhnen – und das ist auch gut so. Gewöhnen heißt ja nichts anderes, als dass Ihr Baby einen bestimmten Ablauf, ein bestimmtes Ereignis lieb gewonnen hat, das seine Bedürfnisse erfüllt. Das Baby möchte diese Zuwendung daher wieder erleben und geht auch zu Recht davon aus, diese wieder erleben zu dürfen. Die Bedürfnisse Ihres Kindes ändern sich mit zunehmendem Alter und auf diese Weise ändern sich dann auch die Gewohnheiten wieder.

Aus dem eBook  “Babyschlaf: Die Irrtümer und ihre Folgen”.

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Autoreninterview mit Aylin Lenbet

Aylin Lenbet, die Autorin des eBooks “Babyschlaf: Die Irrtümer und ihre Folgen” stand uns für ein Interview zur Verfügung. Darin erzählt sie uns, was sie dazu bewegt hat, einen Ratgeber zum Thema Babyschlaf zu schreiben und wie sich das Buch von anderen Ratgebern unterscheidet. Sie erklärt, warum die herkömmlichen Schlaftrainings Babys schaden und warum es so wichtig ist, dass Eltern ihrer Intuition vertrauen und auf die elementaren Bedürfnisse ihres Kindes eingehen.


Wir bedanken uns bei Carla Gunnesch von Cardo Film für die Konzeption und Realisierung des Films sowie bei Feuerwerk Media für die freundliche Unterstützung.

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Was kann ich tun, damit mein kleines Baby (unter drei Monate) einschläft?

Final_Miniatur_300dpiEine wichtige Voraussetzung für ein entspanntes Einschlafen ist der richtige Schlafplatz – und der ist für kleine Babys in der Regel Mama. Das bedeutet: Da wo Mama ist, kann das Baby auch am besten einschlafen.

Bei einem kleinen Säugling sieht das wirkungsvollste Einschlaf-Rezept folgendermaßen aus: Stillen, stillen, stillen. Die Kleinen fühlen sich sicher und geborgen in der unmittelbaren Nähe Ihrer Mutter, entspannen sich beim Trinken und schlafen dabei meist friedlich und problemlos ein. Mama braucht ihr Baby dann nur noch von ihrer Brust zu pflücken und es an einen sicheren Schlafort zu legen – oder sie lässt es einfach auf ihrer Brust schlafen und ruht sich auch ein wenig aus. Ich finde, es gibt kaum etwas Schöneres, als sein kleines, schlafendes Baby auf der Brust liegen zu haben! Diese Zeit, wo das möglich ist, geht so schnell vorbei.

Und haben Sie keine Angst vor dem Verwöhnen. Es ist nicht nur in Ordnung, wenn Ihr Kind an Ihrer Brust einschläft. Es ist sogar sehr empfehlenswert, da sowohl Sie als auch Ihr Baby beim Stillen entspannen können, Ihr Baby viel Nähe und Geborgenheit erfährt und das meist stark ausgeprägte Saugbedürfnis des Säuglings befriedigt wird.

Eine weitere Einschlafhilfe, die ebenfalls das Saugbedürfnis befriedigt, ist der Schnuller. Es gibt unterschiedliche Meinungen, ab wann man einem Säugling einen Schnuller geben sollte bzw. ob man ihm überhaupt einen geben sollte. Die Mehrheit ist sich einig: Schnuller sind vollkommen in Ordnung und eine wirklich großartige Erfindung.

Nach einigem hin und her überlegen haben wir unserer Tochter in der zweiten Woche nach ihrer Geburt einen Schnuller gegeben. Sie hat ihn sofort akzeptiert und konnte sich mit ihm hervorragend beruhigen. Uns hatte die Angst vor einer Saugverwirrung erst einmal abgehalten, den Schnuller direkt nach der Geburt zu geben. Diese Saugverwirrung tritt in einigen Fällen ein und bedeutet, dass ein Säugling nach dem Gebrauch eines Schnullers plötzlich nicht mehr richtig an der Brust saugt, da die Art und Weise des Schnullersaugens eine andere ist. Dies kommt aber recht selten vor und eine erfahrene Hebamme kann dann helfen, das Baby wieder an das Brustsaugen zu gewöhnen.

Wenn Ihr Baby den Schnuller nicht nimmt, können Sie ihm auch Ihren kleinen Finger zum Saugen anbieten oder Sie führen ihm sein eigenes Fäustchen an den Mund. Viele Kinder saugen auch gerne daran.

Ein weiteres starkes Bedürfnis von kleinen Babys ist das Getragen- bzw. Bewegtwerden. Viele Säuglinge schlafen hervorragend auf dem Arm von Mama oder Papa ein. Entweder über der Schulter oder auf den Armen, dort entweder auf dem Rücken oder auf dem Bauch liegend. Letztere Liegetechnik wird Fliegergriff genannt und eignet sich auch dann, wenn das Baby unter Blähungen leidet. Wichtig ist, dass sich Mama oder Papa beim Tragen bewegen, d. h. in der Wohnung spazieren gehen – gerne auch mit rhythmischen Schaukel- oder Hüpfbewegungen.

Als Alternative zum Tragen auf dem Arm gibt es die Tragetücher bzw. Tragesysteme. Diese sind natürlich sehr praktisch, da die Eltern beim Tragen ihre Arme entlasten können. Achten Sie beim Kauf eines Tragesystems darauf, dass es auch für Neugeborene bzw. kleine Säuglinge geeignet ist. Tragetücher sind für die Kleinsten immer geeignet – hier kommt es dann nur auf die Wickeltechnik an.

Sie können sich auch mit Ihrem Kind auf einen Gymnastikball setzen und dort mit ihm wippen. Das kann auch ruhig etwas stärkeres Wippen sein – viele Babys mögen das. Probieren Sie es einfach aus.

Das Tragen ist eine sehr wirkungsvolle Methode, Ihren Säugling beim Einschlafen zu unterstützen, da es sowohl sein Bedürfnis nach körperlicher Nähe als auch sein Bedürfnis, bewegt zu werden, befriedigt. Beides kennt er noch sehr gut aus den Zeiten in Mamas Bauch!

Es gibt natürlich noch viele weitere Möglichkeiten, Ihr Kind durch Bewegung zu beruhigen und in den Schlaf zu begleiten, ohne es unmittelbar an Ihrem Körper zu tragen. Sie können Ihr Kind z. B. in der Wiege oder Hängematte schaukeln oder es im Kinderwagen umher schieben.

Eine weitere Vorliebe, die viele Säuglinge teilen: Sie spüren gerne Begrenzung. Sie mögen es, wenn es um sie herum eng und kuschelig ist. Auch das erinnert sie wohl an die Zeiten in Mamas Bauch. Sie können ausprobieren, ob Ihr Kind leichter einschläft, wenn es an seinem Kopf eine Begrenzung spürt, z. B. durch ein Kissen. Auch das Stillkissen ist hier eine praktische Hilfe und dient gleichzeitig als Schutz vor dem Herunterfallen, wenn Ihr Baby nicht in der Wiege oder dem Gitterbett schläft.

Oder Sie legen einfach ein leichtes Mulltuch an sein Köpfchen. Sie müssen dann aber unbedingt bei Ihrem Kind bleiben, während es einschläft und darauf achten, dass es sich nicht das Tuch über Nase und Mund zieht oder sich auf irgend eine Weise in das Tuch verheddert. Wenn Ihr Baby dann eingeschlafen ist, nehmen Sie einfach das Kissen oder das Tuch weg, so dass Ihr Kind sicher schlafen kann. Ich habe meiner Tochter z. B. häufig ein Mulltuch um den Kopf und über das Ohr gelegt. Sie mochte das sehr und konnte so gut einschlafen. Ein Kissen können Sie z. B. auch einsetzen, um die Beinfreiheit Ihres Babys zu begrenzen.

Und dann gibt es noch das Pucken – eine Wickeltechnik, auf die viele Eltern schwören. Es gibt unterschiedliche Methoden, ein Baby zu pucken. Sie können einen Pucksack verwenden, der die Beinfreiheit Ihres Babys einschränkt oder Sie wickeln Ihr Kind mit einer bestimmten Wickeltechnik in eine Baumwolldecke, so dass Arme und Beine begrenzt werden. Wichtig ist, dass Sie mit dem Pucken aufhören, sobald Ihr Baby anfängt, die Decke wegzustrampeln.

Und so pucken Sie Ihr Baby:

  • Breiten Sie eine Baumwolldecke auf einer ebenen Oberfläche aus und falten Sie die obere rechte Ecke etwa 15 Zentimeter weit nach innen.
  • Legen Sie Ihr Baby so mit dem Rücken auf die Decke, dass der Kopf auf der gefalteten Ecke liegt.
  • Ziehen Sie die Ecke auf der linken Seite Ihres Babys quer über den Körper und verstauen Sie den äußersten Zipfel an der rechten Seite unter seinem Rücken.
  • Falten Sie die untere Ecke hoch bis unter das Kinn Ihres Babys.
  • Legen Sie schließlich die rechte Ecke über den rechten Arm Ihres Babys und verstauen Sie den Zipfel auf der linken Seite unter dem Rücken. Sie können Ihr Baby auch so einwickeln, dass die Arme frei bleiben, falls Ihr Baby mehr Bewegungsfreiheit wünscht.

Neben dem Saugen, dem Bewegt- und Begrenztwerden, gibt es noch eine weitere Vorliebe von Säuglingen: Klänge und Geräusche. Mamas oder Papas Stimme, sprechend oder singend, eine ruhige Musik oder aber auch der für uns Erwachsene eher unangenehme Klang von Staubsauger und Föhn. Ja, tatsächlich. Es gibt viele Säuglinge, die beruhigen sich schlagartig, wenn sie einen Föhn oder Staubsauger in Aktion hören. Es erinnert sie wohl an die Geräuschkulisse im Bauch ihrer Mutter. Probieren Sie es aus – es kann sein, dass Ihr Kind darauf steht!

Und dann gibt es natürlich noch die Wunderwaffe, auf die verzweifelte Eltern immer mal wieder zurückgreifen: das Auto – die absolut wirksame Kombination aus regelmäßiger Bewegung und Geräusch. Das Herumkutschieren im Auto ist sicher keine elegante und dauerhaft praktikable Lösung. Aber wenn mal gar nichts mehr geht – warum nicht. Fast jedes Kind schläft bei Müdigkeit fast augenblicklich ein, wenn der Motor anspringt und der Wagen sich in Bewegung setzt. Es versteht sich von selbst, dass Ihr Kind dazu aus Gründen der Sicherheit in einer Babyschale sitzen und angeschnallt sein muss.

Und wenn Ihr Kleines mal wieder überhaupt nicht einschlafen möchte: Vergessen Sie nicht – das ist völlig normal. Bleiben Sie geduldig und suchen Sie nach einer Möglichkeit, Ihr Baby zu beruhigen. Sie werden sicher immer wieder einen guten Weg finden. Davon bin ich überzeugt!

Quelle: Babyschlaf: Die Irrtümer und ihre Folgen. Wie Sie Ihren persönlichen Weg zu entspannten Nächten finden, von Dipl-Psych. Aylin Lenbet

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Was kann ich tun, damit mein Kind durchschläft?

Nicht viel. Das Durchschlafen stellt sich im Großen und Ganzen ganz von selbst ein, wenn Ihr Kind dazu reif ist. Der Zeitpunkt kann von Kind zu Kind ganz unterschiedlich sein.

Wichtig ist, dass Sie wissen: Es ist völlig normal, dass kleine Kinder nicht durchschlafen. Das kann man schon daran erkennen, dass fast alle Säuglinge und auch Kleinkinder nicht durchschlafen. Und es kann ja nicht sein, dass nahezu alle Kinder ein Schlafproblem haben. Es sieht vielmehr so aus, dass wir Eltern ein Problem mit dem normalen Schlafverhalten unserer Kinder haben.

Kinder schlafen anders als Erwachsene. Ihr Schlaf weist deutlich andere Muster auf und es braucht in der Regel bis zu drei Jahre, bis sich der kindliche Schlaf dem eines Erwachsenen angeglichen hat.

Kleine Babys haben zudem keine echte Vorstellung von Tag und Nacht. In den ersten drei Lebensmonaten bemüht sich ein Kind, sich an den Tag-Nacht-Wechsel anzupassen. Es gibt Kinder, die verinnerlichen den Tag-Nacht-Rhythmus sehr schnell und schlafen auch schnell durch. Andere Kinder ändern ihr Schlafbedürfnis über Monate hinweg immer wieder und brauchen insgesamt länger, um sich, daran zu gewöhnen, dass die Nacht zum Schlafen da ist.

Wenn es Sie nicht stört, können Sie sich einfach darauf einlassen und abwarten, bis Ihr Kind seinen Rhythmus findet. In der Regel entwickelt jedes Kind auch ohne Hilfe einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus. Gerade wenn Sie mit Ihrem Kind in einem Bett oder Zimmer schlafen, passen sich die Schlafgewohnheiten eher früher als später an.

Es gibt aber auch Kinder die reagieren positiv auf einen regelmäßigen Tagesablauf und finden auf diese Weise schneller zu einem „geordneten“ Schlaf-Wach-Rhythmus. Zu so einem regelmäßigen Tagesablauf gehören (relativ) feste Essens- und Schlafenszeiten und auch die Vorbereitungen auf das Zubettgehen sollten dann nach einem immer wieder gleichen bzw. ähnlichen Ablauf gestaltet werden. Dieses so genannte Einschlafritual gibt dem Kind den Hinweis, dass jetzt bald Schlafenszeit ist und es kann sich schon einmal darauf einstellen.

Wacht Ihr Kind nachts auf, ist es jedenfalls ratsam, ihm kein großes Programm darzubieten. Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollten Sie Ihr Kind nachts nicht wickeln, nicht großartig bespaßen und keine Festbeleuchtung anknipsen. Am besten Sie reagieren sofort, wenn Sie merken Ihr Kind ist dabei aufzuwachen, damit es erst gar nicht richtig wach wird. Streicheln Sie ihm sanft über den Kopf, sprechen Sie leise ein paar beruhigende Worte oder geben ihm den Schnuller. Ist Ihr Kind noch unter einem Jahr alt, werden Sie es auch einfach stillen oder ihm sein Milchfläschchen geben. Beruhigt sich Ihr Kind auf diese Weise nicht, können Sie die Vorschläge, die ich in der nächsten Fragestellung behandle, ausprobieren.

Ist Ihr Kind unter einem Jahr alt, sollten Sie ihm nachts außer Milch und eventuell Wasser keine anderen Getränke geben. Ist Ihr Kind über ein Jahr alt, sollten Sie ihm nachts nur noch Wasser anbieten. Vor allem zucker- oder kohlenhydrathaltige Getränke greifen auf Dauer die Zähne an. Viele Kinder neigen dazu, nachts an der Flasche dauerzunuckeln, so dass die Zähne ständig von Flüssigkeit umspült werden. Falls Sie nachts noch stillen, können Sie aber ruhig damit fortfahren. Anders als beim Dauernuckeln am Fläschchen werden die Zähne beim Stillen nicht fortlaufend mit Milch umspült, da die Milch erst weit hinter den Zahnleisten in den Mund gelangt und von dort geschluckt wird.

Ist Ihr Kind älter als ein Jahr und will es mitten in der Nacht einfach nicht wieder einschlafen, versuchen Sie am besten so langweilig wie möglich zu sein. Am besten Sie erklären Ihrem Kind, dass Sie müde sind, wie auch alle anderen (Oma, Opa, Kuscheltiere etc.), die jetzt schlafen und dass jetzt überall Schlafenszeit ist. Will es nicht im Bett bleiben, zwingen Sie es nicht dazu. Vielleicht können Sie aber selbst im Bett liegen bleiben und Ihr Kind auf dem Bett oder am Boden spielen lassen. In diesem Alter können Sie Ihrem Kind auch mal zumuten, auf bestimmte Dinge zu verzichten. Wie z. B. nachts herumgetragen oder auch gestillt zu werden. Wichtig ist dabei, dass Sie ihm nicht Ihre Nähe verweigern und ihm immer wieder liebevoll helfen, neue Einschlafmöglichkeiten zu finden.

Sehr wichtig ist auch, dass Sie mit Ihrem Partner eine Vereinbarung treffen, wer für den jeweiligen Nacht- oder Frühdienst verantwortlich ist. Vielleicht vereinbaren Sie, dass in der Zeit, in der die Mutter noch nachts stillt, der Vater sich morgens um das Kleine kümmert. Wenn Ihr Kind dann älter ist, können Sie sich in den Nachtschichten abwechseln. So ist sicher gestellt, dass Sie als Eltern diese Phase des nächtlichen Gewecktwerdens besser überstehen.

Wann und wie Ihr Kind aber letztendlich durchschläft, ist Ihrem Kind überlassen. Sie sollten auf keinen Fall massiv in den natürlichen Reifungsprozess eingreifen, z. B. durch die Anwendung von Schlaftrainings.

Mit den Schlaftrainings erreichen Sie unter Umständen, dass Ihr Kind erst einmal durchschläft. Die Frustration und der negative Stress, den das Training ausgelöst hat, wirken sich jedoch ungünstig auf die emotionale und intellektuelle Entwicklung Ihres Kindes aus.

Quelle: Babyschlaf: Die Irrtümer und ihre Folgen. Wie Sie Ihren persönlichen Weg zu entspannten Nächten finden, von Dipl-Psych. Aylin Lenbet

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Forsa Studie zum Babyschlaf

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von ELTERN bei 1.009 Müttern und Vätern untersuchte das Schlafverhalten von Babys und Kleinkindern.

Die Untersuchung ergab, dass durchschlafende Babys eher selten sind. 86 % der Säuglinge zwischen 0 und 6 Monaten wachen mindestens einmal in der Nacht auf, 24 % dieser Kinder sogar dreimal und mehr. Der Anteil der durchschlafenden Babys beträgt etwa 13 %. Mit zunehmenden Alter schlafen aber immer mehr Kinder durch. So liegt der Anteil der Kinder die durchschlafen, zwischen 13 und 18 Monaten schon bei 38 %.

Interessanterweise schlafen norddeutsche Babys laut Studie schwieriger ein als Babys im Süden. Während im Norden 18 % der Kinder mehr als 20 Minuten zum einschlafen benötigen, liegt der Anteil z.B. in Nordrhein-Westfalen bei 9 %.

22 % der Kinder schlafen bereits im ersten halben Jahr in einem anderen Zimmer als die Eltern. 64 % der befragten Eltern, lassen ihre Babys hingegen im eigenen Bettchen im Elternschlafzimmer schlafen. Von den einjährigen Kindern schlafen bereits 72 % in einem anderen Zimmer. Das so genannte Co-Sleeping betreiben rund 12 % der befragten Eltern. 43 % davon tun dies aus Überzeugung, weil es das Beste für das Kind sei. 41 % der Eltern nehmen das Baby nur notgedrungen mit ins Bett.

Mehr zur Schlafstudie bei www.eltern.de/kinderschlaf (Mit Link zur kompletten Studie)
Quelle: Pressemitteilung Gruner & Jahr

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Wieviel Schlaf braucht ein Kind?

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